Berlinale 2014, die 14te …oder: 5 Kurze bitte

Wenn ich recht erinnere, habe ich auf der Berlinale noch gar keine Kurzfilme gesehen. Dabei schätze ich die Form durchaus. Es war also höchste Zeit. Aus den bereit gestellten 5 Filmprogrammen (mit jeweils 5 Beiträgen) entschied ich mich für

Berlinale Shorts – Programm V

Meiner Frau beschrieb ich das Prinzip als „Wundertüte“. Dafür sind die Beiträge einfach zu verschieden, wurden vom versammelten Publikum jedoch durchweg mehr als wohlwollend aufgenommen. Der Filmform folgend halte ich die Zusammenfassung und Bewertung ebenfalls knapp.

Xenos (13Minuten) begleitete in Griechenland gestrandete palästinensische Flüchtlinge mit Handykamera [episodisch, sicher relevant, doch als Doku bestenfalls konventionell]

Optical Sound (11′) eine Tour de Force von montierten Zelluloid-Headern und Schnipseln optischer Tonspuren. [Anstrengende Sound- und Lichtkaskaden, nicht ohne Faszination]

Kamakura (5′) ein japanischer Animationsfilm, der zwischen konkret und abstrakt changiert. [Possierlich aber ohne bleibende Eindrücke]

Person to Person (18′) ein nerdiger Plattenladen-Besitzer wird den letzten Gast seiner Party vom Vorabend nicht los: Eine junge, mysteriöse Frau, die durchgeschlafen hat und sich nicht erklären kann. [Sympathisch verschroben]

Cast von „Unogumbe“

Unogumbe (35′) eine einaktige Oper Benjamin Brittens über Noahs Sintflut, umarrangiert für ein afrikanische Instrumente und verlegt in ein südafrikanisches Township [frisch und herzerwärmend]

Randbemerkung: die wohlwollende Moderatorin wirkte zeitweilig etwas bemüht, hat aber letztlich aus allen anwesenden Regisseuren, auch den wortkargsten, ein paar schöne Kommentare heraus geholt

Demnächst hier: blindes Verlangen

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