Berlinale 2019, Tag 5: Schmonzes, Scham und verschiedene Mütter

Man steckt einfach nicht drin. Auch wenn der Einlass für die 10Uhr Vorstellung im Haus der Berliner Festspiele zwar bereits abgeräumt war – die Hauptvorverkaufs-Schlange war nochmal länger als tags zuvor. Somit musste wegen Ausverkaufs ich am Schalter dann wegen Ausverkaufs zweier der eigentlich gewünschten Filme nochmal umdisponieren.

Aruna & Lidahnya (Indonesien, Regie: Edwin)

Leichte Kost war dann auch der Film: Doch auch wenn

Das Murmeltier grüßte: wiederum -trotz leichter Kost zuvor- schlug der Sandmann bei mir zu. Auch wenn mir in der ersten Filmhälfte einige Minuten fehlen, war dies hier auch filmisch leichte Kost, vielleicht zu leichte.

Ich zögere etwas, den quasi-Plot  durch eine Nacherzählung zu adeln. Nun denn:

Es geht um eine junge Wissenschaftlerin, die als Epidemiologin ausgeschickt wird, vereinzelte Fälle der Vogelgrippe in ihrem Heimatland, dem Viel-Inselstaat Indonesien zu begutachten. Als Food-Nerd nimmt sie ihren besten Freund, einen Koch mit – der braucht angeblich dringend Urlaub und eine kulinarische Road Tour lockt beide. Wie es die Story will, gesellen sich noch im Verlauf der Reise eine Freundin Arunas sowie der von ihr angehimmelte Kollege Farish hinzu. Die Fälle stellen sich als Hoax der Pharma-Industrie heraus, dafür gibt es auf dem Trip einige Rom-Com mäßige Verstrickungen.

(c) CJ Entertainment, Palari Films

So launig und solide das Ganze daher kommt – es bleibt an der Grenze zur Schmonzette. Inklusiv 10-Monate-später-alle-kochen-zusammen-und-haben-sich-gern Ende.

Das ist ja alles ganz nett – doch Festival-würdig? Die Entstehung des Filmes  ist wohl dem massiven Erfolg des zugrunde liegenden Romans zu „verdanken“ –  und die Aufnahme in die Berlinale der Tatsache, dass der Film im weiten Sinne gut im Programm „Kulinarisches“ präsentierbar war.

Ich überlegte dann, ob in Rückschau „Aruna“ nicht zu den eher unwichtigen Filmes dieses Jahrgangs gehören wird.

Bulbul can sing (Indien, Regie: Rima Das)

Das Mädchen Bulbul wächst im assamesischen Hinterland auf, in einer von Landwirtschaft bestimmten Gegend Indiens fernab von Internet und YouTube. Sie verbringt fast jede freie Minute mit ihren besten Freunden selbstbewussten Bonny und dem Außenseiter-Jungen Suman. Sie sind in ihrer Freizeit unzertrennlich, selbst als die ersten aufkeimenden Liebesgefühle und Avancen der Angebeteten stehen dem nicht im Wege.

Ihr Vater, ambitionierter Amateur Musiker, hat große Pläne für das langsam aufblühende Mädchen. Bulbul soll Sängerin werden, doch ihre Stimme versagt, wenn sie vor anderen singen soll.

Als Bulbul und Bonny dabei erwischst werden, wie sie heimlich mit ihren Boyfriends zärtlich sind, ist es mit der Idylle vorbei. Nicht nur verprügelt werden sie von moralisierenden Dorfburschen – ein Schulverweis ist unausweichlich. Die Lehrer wollen nichts auf ihre Kleinschule kommen lassen.

Regie Autodidaktin Rima Das erklärte, dass sie im Grunde nach Mumbai gegangen war und eher zufällig zur Regie gekommen ist. Für eine Debütantin beachtlich, hat sie auch noch Schnitt, Kamera und Set Design realisiert – allerdings auch auf Verwandtschaft zurück greifen können, da sie in der Tat in ihrem Heimatdorf gedreht hat.

(c) Flying River Films

Normalerweise, gebe ich zu, dass ich aus Prinzip keine Filme unter 80 Minuten buche. Hier allerdings muss ich mal zugeben, dass weniger mehr gewesen wäre. Nicht alle Alltags-Szenen tragen zum Fortgang der Handlung bei. Ich gehe mal die steile These, dass dies vor einigen Jahren noch anders gewesen wäre – und dass die Bezahlbarkeit des digitalen Materials (statt wie früher teurem und somit knappen Zelluloid-Film) die Hand geführt haben. Nicht immer gelingen wirklich beeindruckende Einstellungen und Settings, an manchen Stellen scheint der Film zu mäandern.

Bulbul can sing ist nicht das übliche Coming-of-age-das-schaffst-du-schon mit strahlender Heldin nach Überwinden einer Reifeprüfung. Im Gegenteil, am Ende sehen wir Bulbul ein wenig desillusioniert wenn auch weiterhin auf die Unterstützung der Tante zählen könnend.

Dafne (Italien, Regie: Federico Bondi)

Am Ende des gemeinsamen Sommerurlaubes stirbt die Ehefrau Maria des Einzelhändlers Luigi plötzlich und überraschend. Die Tochter Dafne, mitt-dreißig, lebt nach wie vor bei Ihren Eltern und ist genau genommen der Sonnenschein des Haushaltes.

Auch wenn sie das Down-Syndrom hat, ist sie meistens eher Herrin der Lage als die Anderen und hielt Mutter und Vater im Besten Sinne des Wortes auf Trab. Herzensgut, sehr proper und mit allen charmant.

Nachdem Luigi und Maria nicht einmal ein gemeinsames Rentenalter beschert war, ist es Dafne, die nach anfänglicher Untröstlichkeit bald wieder in ihren unwiderstehlichen Routine-Gang rauf schaltet. Sie lässt sie ihrem Vater keine Chance, im Selbstmitleid zu versauern.

(c) Greta De Lazzaris / Vivo Film

Vom Fleck weg überzeugt hier alles: Das Script intelligent und gewitzt, frei von Erklär-Bär-Schlacke. Für so etwas gibt es schließlich einen gekonnten Schnitt. Ich gehe ja mittlerweile vor Dankbarkeit auf die Knie, wenn ich mitdenken darf. „Show it , don’t tell it“ heißt das Mantra auf Regie-Seminaren, hier hat es einer wirklich begriffen!

Das clevere, mit viel liebevollem Dialogwitz gespickte Script tut ein übriges und entwickelt die Charaktere absolut überzeugend. Und nach dem höchstens im letzten Drittel man sich nicht sicher ist, wo die Reise hingehen soll und wird… punktet der Film nochmals mit einer der berührendsten Schluss Sequenzen dieses Jahres.

Laiendarstellerin Carolina Raspanti ist übrigens laut Regisseur Bondi auch im wirklichen Leben eine echte Naturgewalt. Mit einigen der Crew sei sie nach wie vor befreundet und im regen Kontakt.

The Day After I’m Gone (Israel, Regie: Nimrod Eldar)

Yoram ist gewiefter Chefarzt in einem Safari-Park in der Nähe von Tel Aviv. Sein stoischer Habitus ist nicht einer Mid-Life-Crisis geschuldet, sondern der Tatsache dass er und Tochter Roni vor einem Jahr die Mutter respektive Ehefrau verloren haben.

Der 17jährigen Roni begegnet Yoram bestenfalls. Zusammenleben kann man das nicht nennen, der Teenager hat sich nahezu komplett abgekapselt. Auch wenn er bei tagelangen Eskapaden Ronis ruhig Blut behält – eines Nachts ist der Status Quo gekippt. Ein Team Notfall-Mediziner drängt in die Wohnung, benachrichtigt durch die Meldung in einem Internet Forum. Roni hat Tabletten genommen.

Auch wenn Yoram seine Tochter Knall auf Fall aus dem Krankenhaus zurück erhält (Einsparungen im Gesundheitswesen offenbar auch in Israel), so wird die Lage daheim nicht anders. Sprachlosigkeit, Unwillen zur Verarbeitung. Ein von Yoram angezettelter Trip ins Hinterland zur Familie der Mutter soll es dann richten, wozu Roni widerwillig bereit ist.

In seinem ersten Spielfilm überzeugt Nimrod Eldar mit einem wunderbar austarierten Melodrama. Denn genau genommen ist Yoram als Vater kaum mehr am Leben, denn am funktionieren. Routiniert im Job, sehen wir ihn kaum einer Gefühlsregung, bleibt er bis auf seine Arbeit scheinbar ein Mann ohne Eigenschaften zu sein. Als er dann irgendwann doch einmal explodiert, wirkt das nur kurzfristig erlösend.

Yoram und Roni werden wieder eine gemeinsame Sprache finden müssen, wir sehen sie dabei quasi nur am allerersten Anfang

Der Film, unbeirrt und genau im richtigen Erzähltempo, versagt uns einfache Antworten und sogar die Hoffnung auf erfolgreiche Strategien. Und nur so wird er diesem heiklen Thema gerecht.

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Berlinale 2019, Tag 4: Nudeln, Korruption und eine Transformation

Der Tag begann filmisch leicht unterwältigend. Dafür habe ich dann am Abend womöglich heute einen der, wenn nicht DEN besten Film meines persönlichen Jahrgangs gesehen…

Complicity (Japan, VR China; Regie: Kei Chikaura)

Der junge Chinese Chen Liang ist illegal nach Japan eingewandert. Mit gefälschten Papieren ausgestattet, führt ihn ein Missverständnis zu einem Job als Hilfskraft in einem Soba Restaurant in einer Kleinstadt. Der alternde Küchenchef Hiroshi nimmt die traditionellen Buchweizen Nudeln und ihre Zubereitung sehr ernst. Trotz fortwährender Sprachbarriere kommen sich Lehrling und Meister langsam näher. Hier findet Chen, auch durch die Zuneigung zu Hiroshis Tochter, durchaus so etwas wie eine neue Familie. Doch nicht nur seine Familie daheim, die er glauben lassen will, er wäre ein erfolgreicher Büro-Angestellter hat Chen die längste Zeit getäuscht.

(c) Creatps Inc.

Ebenso behutsam wie Einwanderer Chen im Film geht auch Regisseur Kei Chikaura hier vor. Langsam tastet sich die Story voran (…bei all dem Bilderrausch der letzten Tage an sich mal ganz erholsam). Die Beziehung, die sich zwischen dem alternden Koch und dem Jungspund aufbaut, wirkt allerdings authentisch.

Der Wahrheit die Ehre: Um den Film wirklich beurteilen zu können, war ich nicht ausgeschlafen genug. Erst ab der Mitte des Filmes ging es einigermaßen. Ungeschickter Weise hatte ich just vor der Vorstellung meine erste Tagesmahlzeit etwas zu reich bemessen. Zu Berlinale Zeiten nie eine gute Idee. Hier mal Studentenfutter, da mal etwas Obst und bis Mittag bestenfalls eine kleine Portion Müsli.

The Shadow Play (VR China, Regie: Lou Ye)

Eine Großstadt in Südchina. Bei Demonstrationen gegen die Sanierung eines Altbau-Viertels kommt es zu gewalttätigen Ausschreitungen. Baukommisar Tang versucht die Wogen vor Ort zu glätten. Wird jedoch kurze Zeit später, von einem Dach zu Tode gestürzt aufgefunden. Der ambitionierte Polizei-Beamte Yang lässt bei seinen Ermittlungen nicht locker. Tun sich doch weitere und weitere Abgründe auf: Tang hatte zu Beginn seit Beginn seiner Karriere mit dem späteren Baulöwen Jiang gemeinsame Sache gemacht. Man hatte nicht nur voneinander profitiert – Tang war sogar willens, seine Frau Lin Hui mit ihm quasi zu teilen. Eine brisante Dreiecksgeschichte.

Polizist Yang sieht sich auf der richtigen Spur, jedoch Gegnern gegenüber, die vor nichts zurück schrecken.

Der Plot ist vielleicht vom Grunde her konventionell. Die vielen Verwicklungen und Verstrickungen wären allerdings eines Raymond Chandler oder in deutscher Neuzeit eines Jörg Fauser würdig. So packend wie die Umsetzung von Regisseur Lou Ye auch ist, so Schwindel erregend ist er in der Wahl seiner Mittel. Hohe Schnittfolge, häufige Handkamera, rasende Flug-Kamera-Sequenzen und die Tatsache, dass die Geschichte zu knapp der Hälfte in unvermittelten Rückblenden erzählt wird.

(c) Dream Factory

Der Film tut gut daran, konsequent mit Einblendungen zu Ort und Zeit zu arbeiten. Zu Beginn hält man die noch für affektiert, später ist man geradezu darauf angewiesen. Leider sind nicht alle der Szenenwechsel dabei assoziativ interessant gelöst.

Die immense Action Sequenz im Showdown wirkt insgesamt fast schon wie eine Pflichtübung, wenn auch eine Atem beraubende.

Bei allem dramaturgischen Wollen und viel Können: Vor allen an der Struktur des Finales hätte man bei knapp zwei Stunden Laufzeit noch arbeiten können. Etwas aufgesetzt, wie auch die redundanten Kommentare von TV Sprechern, die die Rehabilitierung des zuvor von der Polizei geschassten Yang konstatieren. 

Zwei eingeblendete, nochmals erklärende lapidare überflüssige Sätze schießen ebenso wie der schnulzige Song im Abspann dem Werk fast noch ins Bein. Dennoch: solides Genre-Kino.

Skin (USA, Regie: Guy Nattiv)

In einem Alter, in dem viele bereits eine Famlie haben, hat Bryon hat zwar nicht mal einen festen Job – das ist als bis ins Gesicht tättowiertes Mitglied der US-Neonazi Szene auf der FBI Watchlist kaum möglich. Rückhalt und Dazu-Gehörigkeit geben ihm seine Wahlfamilie, die vom scheinbar fürsorglichen Paar Fred und Shareen wie ein Clan geführt wird. Was Fred -in seiner Rolle als „Viking Social Club“ Anführer sagt, ist Gesetz. Gewaltexzesse und rassistische Übergriffe, White Supremacy – das ganze fiese Spiel. Bryon ist nicht die einzige verlorenen Seele, die die Beiden aufgesammelt haben.

Bryon verguckt sich bei einem Konzert in die junge Mutter Julie, die nach einschlägigen Vorerfahrungen jetzt allein erziehend leben will. Mit Männern im Allgemeinen und der rechtsextremen Szene im Besonderen hat sie abgeschlossen.

Seinem hartnäckigen Werben erliegt sie jedoch dann doch. Denn der sonst so brutale und rücksichtslose Bryon kann auch ganz anders und beginnt sein Leben schonungslos zu betrachten. Bald sieht er sich von seinen auf „Blut und Ehre“ pochenden Kumpanen in die Ecke gedrängt.

Sicher keine leichte Kost lässt der Film lässt wohl keinen kalt.

Regisseur Guy Nattiv konzentriert sich in „Skin“ weniger auf das weshalb und warum der Akteure dieser Szene – als auf Wege, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Im Abspann erfahren wir, dass der von Jamie Bell in verkörperte Bryon ein reales Vorbild hat. Wie auch der farbige Aktivist, der ihn anwarb aus der Szene aus zu steigen. Ein letztes Foto kommentiert, die Beiden seien bis heute Freunde. Kloß im Hals.

Nicht enden wollender Applaus schon beim Abspann und dann für den Regisseur und seine Hauptdarsteller auf der Bühne.

Trotz allem Interesse am Thema, hatte ich latent mit der Buchung dieses Tickets gezögert. Dann hätte ich allerdings Jamie Bell in der Rolle seines bisherigen Lebens verpasst, voller nervöser und desolater Energie.

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Berlinale 2019, Tag 3: Jugendfilme – Zombies, Guerilla und Sklaverei

Wieder glückliche Hand beim Anstehen, dank an die Dame mit dem Regenschirm. Denn heute gab es wegen der gleichzeitigen Schlange für die 10:30 Vorstellung durchaus Konfusion …und beim Eintreffen kippte ich (bevor ich erkannte, dass die Meisten keine Karte sondern nur Einlass wollten) aufgrund der Ausmaße fast hinten über. Vorwort: Lediglich der erste Film lief in der „Generation“ Sektion mit Freigabe ab 14.

We are little Zombies (Japan, Regie: Makato Nagahisa)

Die Eltern des dreizehnjährigen Hikari sind vor wenigen Tagen bei einem Busunglück ums Leben gekommen. Nach der Trauerfeier, im Krematorium, lernt er Ikuko, Ishi und Takemura kennen, die ebenfalls Mutter und Vater verloren haben. Als Teenager zwar sowieso noch nicht in ihrem Leben angekommen, haben sie dennoch zusammen genug Trotz und Galgen-Humor, sich zu verbünden und fortan „Little Zombies“ zu nennen.

Irgendwann nehmen die Freunde sogar einen gemeinsam Songs auf, werden medial entdeckt und aufgepimpt. Auch wenn sie als Video-Game Aficionados bald ahnen, dass das Leben manchmal im wahrsten Sinne ein Scheiß-Spiel ist (einer der besten Sätze, beim Anblick des Berges Fuji: „wow, die Realität ist so HD!“), so sind sie dennoch aneinander gewachsen und nicht bereit aufzugeben. Ein Reset-Knopf wird quasi gesucht.

(c) „We Are Little Zombies“ Film Partners

Regisseur Nagahisa zettelt hier geradezu einen Bilderrausch an. Von den Rückblenden auf die Familien-Backstories bis zur medialen Ausschlachtung der Kids…kaum lässt er hier das Auge zur Ruhe kommen, werden immer weitere, ungewöhnliche Perspektiven gesucht. Immer wieder Verweise auf Videospiel-Elemente, wenn Plot-Punkte wie in einem Konsolen-Spiel mit Einblendungen kommentiert werden.

Dabei lassen die häufig atemlose Schnittfolge und der Textreichtum (man kam beim Untertitel Lesen kaum mit) nicht nur Entzücken. Auf die Dauer ist das ganz schön viel. Doch in Gänze durchaus charmant.

Im Q&A erklärte sich Makato Nagahisa, dass man beim ersten Langfilm einfach versucht, Alles was man auf dem Herzen hat hinein zu legen. Kommt hin.

Monos (Kolumbien / Argentinien / Niederlande / Dänemark / Schweden / Deutschland / Uruguay / USA; Regie: Alejandro Landes)

Wir begegnen einer paramilitärischen Gruppe Heranwachsender im abgelegenen Hochland eines nicht bezeichneten südamerikanischen Landes. Harte aber herzliche Ausbildung durch einen väterlichen Schleifer.

Die 8-köpfige Bande hat eine familiäre Eigendynamik. Das raue Leben scheint ihnen nichts auszumachen, im Gegenteil. Fast könnte man es idyllisch nennen – wären nicht Sturmgewehre und Gefechtsübungen der Alltag. Nicht gerade Jugendprogramm. Hinzu kommt, dass ihnen eine Geisel aus unterstellt wird, eine ausländische Ingenieurin.

Als in Abwesenheit des Aufsehers nach einer nächtlichen Party im Übermut ein potentiell unter Todesstrafe stehendes Malheur geschieht, kommt es zu Verwerfungen innerhalb der Gruppe. Einige wollen sich zur Verantwortung stellen, andere mit Blick auf ihre Aussichten in diesem Leben die Sache vertuschen.

Ein Gegenangriff der Regierungstruppen kommt diesen Überlegungen zuvor und es ergeht der Befehl sich in den Dschungel weiter zu schlagen. Doch spätestens als bei ihrem Weiterzug ihnen die Geisel mehr als ein Mal entflieht, fallen letzte Hemmungen und einstmaliger Gehorsam.

Atemberaubende Aufnahmen des Hochlandes über den Wolken, später des unwirtlichen Dschungels stehen der Darstellung einer Gruppendynamik gegenüber, die nach euphorisch-freundschaftlichem Übermut sich nach und nach zerlegt.

Gewisse Parallelen zu „Herr der Fliegen“ sind sicherlich nicht von der Hand zu weisen und (später zugegeben, siehe unten) auch gewollt. Wo bei Goldings Roman jedoch wohlerzogene, gestrandete Kinder am Rande eines Weltkrieges verrohen, so werden hier freiwillig durch Gruppengefühl verführte Jugendliche im Dienste einer nicht bezeichneten politischen Idee. Ein moralisches Urteil behält sich der Film vor. Die Handlungen der Jugendlichen werden weder entschuldigt noch verdammt. Regisseur und Autor Alejandro Landes geht es um die Möglichkeit, auch nach verabscheuungswürdigen  Missetaten zur Menschlichkeit zurück kehren zu können.

Wilson Salazar, der den „Kurier“ und Ausbilder darstellt, war – so erfahren wir später- in der Tat seit seinem 13. Lebensjahr bei einer Miliz – und stieg erst vor wenigen Jahren aus. Regisseur Landes weiß sich glücklich, ihn für diese Produktion nicht nur als Berater sondern auch als Darsteller gewonnen zu haben. Zu Beginn der Zusammenarbeit soll Wilson übrigens misstrauisch gewesen sein. In seinem Aussteiger-Programm zu Geheimhaltung verpflichtet, vermutete er in Alejandro einen Agenten…

Dies war die Europa-Premiere dieses Films und Cast und Crew wurden im Anschluss zu Recht bejubelt. Alejandro Landes gab zu, vieles bewusst im Ungefähren gelassen zu haben (das Land, den eigentlichen Konflikt…)

Denn die Kämpfe, die seine Heimat Kolumbien seit vielen Jahren durcheinander brachten, hätten die Grenzen zwischen Parteien sowie Gut & Böse langfristig verwischt.

Buoyancy (Australien, Regie: Rodd Rathjen)

Der 14jährige Kambodschaner Chakra ist die Schufterei in der Großfamilie seines Vaters satt. Er will nicht zeit Lebens das Dasein eines Feldarbeiters am Rande des Existenzminimums fristen.

Kurz entschlossen will er sich von Schleppern nach Thailand bringen lassen. Auf Montage oder in Fabriken soll sich gutes Geld verdienen lassen. Da -falsch informiert und blauäugig- allerdings den Menschenhändlern nicht den nötigen Obulus‘ zahlen kann, findet er sich alsbald auf einem Fischkutter wieder. Statt zu einer angeblichen Fabrik geht die endlose Fahrt auf Fischfang fernab der leer gefischten Küsten.

An Bord herrscht ein menschenverachtender Skipper, wer aufmuckt oder nicht mehr schuften kann, geht sofort über Bord. Chakra kann das Ganze erst nach und nach fassen, arbeitet sich jedoch einigermaßen geschickt ins Bordleben ein.

Einige schockierende Ereignisse später wird ihm immer klarer, dass sein Leben hier genau genommen keinen Pfifferling wert ist. Dass sie -wie es einer seiner Leidensgenossen formuliert- eigentlich „alle schon tot“ sind. Chakra passt sich seinem Milieu an und sieht sich zu drastischen Taten gezwungen.

(c) Rafael Winer

Derzeit wird vermutet, so heißt es im Abspann, dass bis zu 200.000 Menschen in diesen unwürdigen Zuständen gefangen sind.

Regisseur Rodd Rathjen ist es zu danken, dass er sich dieses unpopulären Stoffes angenommen hat und ein sehenswertes filmisches Zeichen gesetzt hat über die Selbstausbeutung und -Zerfleischung in einem enthemmten Kapitalismus. Durchaus konventioneller Dramaturgie folgend, verrät „Buoyancy“ an keiner Stelle seine Protagonisten und ist fernab

Leider ist mittlerweile bei Spätvorstellungen offenbar überhaupt kein Q&A mehr vorgesehen. Wenigstens vor dem Film meldete Rathjen  und dankte fürs Kommen am Sonntag zu dieser späten Stunde bei diesem Thema.

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Berlinale 2019, Tag 2: Ein Cowboy, eine Braut und eine Suche

Na, geht doch: Beim Schlange Stehen morgens im Haus der Berliner Festspiele paradoxer Weise zum ersten Mal erfolgreich im Internet Vorverkauf. (Sicher ist sicher, ich konnte nicht wissen, dass es die 30 Meter in unter einer halben Stunde voran gehen würde.) An der Kasse dann auch noch ein Ergänzungsticket für den bisher bescheidenen Sonntag ergattert, fein fein. Noch schöner, wenn der erste Film des Tages ebenso fein gewesen wäre:

Querência [Homing] (Brasilien, Regie: Helvécio Marins jr.)

War ich nun nicht ausgeschlafen genug hierfür – oder war das für Spielfilmlänge einfach zu wenig?

Wie begleiten Cowboy und Saison-Arbeiter Marcelo auf einer Rinderfarm im brasilianischen Outback. Der ist ein feiner und gewissenhafter doch wortkarger Kerl. Lediglich bei seinem Gelegenheits-Job als Rodeo-Moderator scheint er bei seinen Rap-Einlagen aufzublühen. Tja, und das war dann schon eine ganz gute Inhaltsangabe. Denn außer seinem Tagwerk zu folgen und ihn bei Allerwelts-Gesprächen mit seinen Kollegen und Freuden zu zeigen, kommt da über 90min nicht mehr viel, bzw nicht viel mehr.

(c) Sabrina Maniscalco

Ein Rinderdiebstahl muss da schon als, äh, „Handlungs“-Höhepunkt herhalten. Doch selbst der ist trotz seines Ausmaßes merkwürdig unaufgeregt, nahezu distanziert in Szene gesetzt. Der beiläufige Schluss des Filmes ist da schon fast zwangsläufig.

Alles andere als packend. Regisseur Marins (endlich mal wenigstens ein Q&A) nehme ich wohl ab, dass er -der selbst dort gelebt und gearbeitet hat- sein Milieu würdigen wollte. Doch eine lupenreine Dokumentation hätte da vielleicht mehr bewegt.

„[…]verzichtet weitgehend auf alles dramatische [..]“ wäre die Formulierung gewesen, die mir im Teaser Text auf der Webseite hätte auffallen müssen. Sonst bin ich eigentlich ganz gut im Aufspüren von solchen Warnzeichen.

45min zwischen den Vorstellungen sind zwischen Potsdamer Platz und Alexanderplatz dann fast zu knapp. Im Cubix 9, dann gerade noch vorletzte Reihe am Rand einen Platz ergattert. Nur gut, dass das Cubix Blickwinkel-mäßig sehr passabel ist. 

Flatland (Südafrika, Luxemburg, Deutschland; Regie: Jenna Bass)

Braut Natalie brennt gleich in der Hochzeitsnacht ihrem Mann, dem baseligen Polizisten Bakkies durch. Sie vermisst ihre vor einiger Zeit verstorbene Mutter immens und Natalies Pferd scheint ihr näher zu stehen als ihr frisch Vermählter.

Auf der Flucht erschießt sie mit der im Affekt entwendeten Dienstwaffe ihres Mannes in die Enge getrieben dann sogar ihren Pastor – als der, es vielleicht gut meinend, ebenso übergriffig wird wie zuvor Ehemann Bakkies im Ehebett. Zu Pferd flieht Natalie zu ihrer halbwüchsigen Adoptiv-Schwester Poppie. Diese wohnt, beständig im Zwist, schwanger bei ihrer neuen Pflegemutter. Und ist ein ganz eigenes Früchtchen. Verbündet geht die Flucht weiter und wird zu einer Art Road Movie.

Im zweiten Handlungs-Strang sehen wir die ausgebuffte Polizei-Beamtin Beauty Cuba (bei dem Namen muss sie offenbar schon sehr gut sein, um ernst genommen zu werden). Beauty wartet auf die Entlassung ihres einstmals Verlobten Billy. Der saß seit 15 Jahren ein, nachdem er beim vermeintlichen Verteidigen der Ehre Beautys seinen Bruder totschlug.

Wie es der Zufall (bzw. das Drehbuch) will, wird Billy just in der Nacht seiner Entlassung des Mordes an obigem Pastor verdächtigt. Beautys Ex-Kollege, der pensionierte Bulle Jaap als Vater Bakkies‘  davon Wind und steckt Beauty diese Neuigkeit brühwarm. Die schaltet sich in die Ermittlungen und die Verfolgung ein. Eine Odyssee von Irrungen und (Fehl-)Entscheidungen kommt in Gang.

Lediglich Beauty scheint einigermaßen in der Realität verankert. Erst gegen Ende, unwillig ihr lange erhofftes Quentchen Glück los zu lassen, verliert auch sie die Bodenhaftung.

(c) Flatland Productions

Dass wir glauben sollen, eine Hochschwangere käme ohne weiteres auf ein Pferd – geschenkt. Denn auch ansonsten ist der Plot zeitweilig an der Grenze zur Räuberpistole, doch recht einnehmend.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass Regisseurin und Drehbuchautorin Jenna Bass spätestens ab Mitte der Handlung nicht mehr recht wusste, wo sie hinwollte. Das hat sie dann scheinbar mit ihren Haupt-und Nebenfiguren, sechs an der Zahl, gemein. Andere Akteure wiederum verschwinden nach drastischen Wendungen wieder in der Versenkung. Nebenbei werden hier und da auch noch Alltags-Rassismus und die Geschlechter-Rollen in der heutigen südafrikanischen Gesellschaft charmant kritisiert. Ganz schön viel Pensum.

Neben mir wurde gefühlt alle 10 Minuten auf die Uhr geschaut. Ich fand es alles andere als langweilig – allerdings hätte dem Film (117min) etwas Straffung gut getan.

Vorweg: Gerne hätte ich, hätten wir von der anwesenden Regisseurin des letzten Films des Tages mehr gehört. Doch bereits während der Anmoderation wurde zu Verstehen gegeben, dass im Anschluss die Nebenausgänge zu benutzen seien. (Und im Colosseum Kino offenbar zeitig Feierabend sein muss.) Nicht das erste Mal hier.

Dust (Deutschland, Indien; Regie: Udita Bhargava)

Die Fotografin Mumtaz ist -angeblich durch Malaria- in ihrer Heimat Indien ums Leben gekommen. Ihr ehemaliger Partner, der Deutsche David, kann den Verlust nicht verwinden und hat als einzige Fährte ihr letztes Foto. Dies führt ihn ins indische Hinterland, wo Konflikte herrschen, Fraktionen sich zum Kampf bereiten, von denen er nur ahnen kann. Ein mysteriöser „Doktor Sharda“ taucht als Informant auf und versucht ihn zur Umkehr zu bewegen. Vergeblich.

David, selbst gesundheitlich angeschlagen, kämpft und keucht sich durch die für ihn fremdartige Welt – in der genau genommen er der Fremdkörper ist.

(c) Philipp Meise/unafilm

Optisch lässt einen das nicht kalt . Dramatisch gibt es zwar eine Narrative im klassischen Sinn – doch bleibt einiges im Vagen, erschließt sich manches spät oder gar nicht. Genau so wie für David. Für den es jedoch immerhin so etwas wie Erlösung geben wird.

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Berlinale 2019, Tag 1: Starker Tobak und die erste Gurke

Der Vorverkauf lief für mich dies Jahr frustrierend an: Nicht genug, dass das schicke neue Design der Berlinale Programm-Seiten beim Navigieren auch auf flotten PCs und Handhelds ruckelt. Der neu designte Online Vorverkauf crasht jeden Morgen punkt 10:00Uhr – und wenn er wieder da ist sind alle gewünschten Tickets „online ausverkauft“.

Da heißt es dann: ab zum „real-life“ Vorverkauf. Und auch dort gab es dann ein ums andere Mal nicht das eigentlich gewünschte Ticket. So kam ich -gerade für meinen ersten Freitag …gerade mal auf einen Film. Bis ich am Morgen des Tages doch noch einen zweiten Film buchte – den ich mir allerdings hätte sparen können. Doch davon unten. Zunächst:

 

Bei der Anfahrt zum Cinemaxx das nächste Malheur: Nach dem Hin und Her der Vorverkaufstage ganz in Gedanken das Umsteigen verpasst. Zug zurück, Zeitverlust. Just noch vor Filmstart in  den Saal geschafft – allerdings ohne irgendeinen ersichtlichen Sitzplatz. Einer, ja, doch der ist (1min vor Start!) mal wieder angeblich besetzt. Somit dann für quälende 140min auf die seitlichen Stufen gekauert. Wie viele Positionen man doch probieren kann, bevor die Po-Backen in wirklich jeder Stellung schmerzen.

Woo Sang [Idol] (Republik Korea, Regie: Lee Su-jin)

Koo Myung-hui ist ein dynamischer, charismatischer Politiker und hoffnungsvoller Kandidat seiner Partei. Gleich zu Beginn der Handlung fallen einige Wände seines Kartenhauses jedoch zusammen: Sein halbwüchsiger Sohn hat bei einer Spritztour mit dem Auto einen Unfall gebaut. Ein Passant kam zu Tode. Erst nach und nach stellt sich heraus: Der Mann war noch stundenlang am Leben. Das Zögern und die Vertuschungs-Bestrebungen seines Sohnes und seiner Ehefrau gaben dem Opfer das Letzte.

Pragmatisch entscheidet Koo für die Familie (und wohl auch für seine Karriere), dass die Leiche wieder auf der Landstraße deponiert wird und der Sohn sich den Behörden zu stellen hat. Ein geständiger jugendlicher Unfallfahrer kommt besser weg als ein gefasster Fahrerflüchtiger.

Besonders der verzweifelte, fast gebrochene Vater des Opfers ist jedoch weitaus umtriebiger als die Polizei. Hatte sein Sohn doch gerade erst geheiratet und erwartete mit der Schwiegertochter sein erstes Kind. Die allerdings hat als illegale chinesische Einwanderin mit dunkler Vorgeschichte so einiges am Stecken – und eine ganz eigene Agenda. Die Ermittlungen des Vaters, die Bestrebungen des anderen Vaters, eingeschaltete Privatdetektive, Rechtsanwälte… bald ergibt sich eine Gemengelage, in der die Einen nach Wahrheit oder Genugtuung suchen, die Anderen ihre Schäfchen im Trockenen halten wollen. 

(c) Vill Lee Film

Die gute Nachricht: keine einzige verschlummerte Minute meinerseits. Was gerade zum Start der Berlinale bei mir gerne schon mal vorkam. Und dies lag nicht nur an meiner unmöglichen Sitzposition.

Die Handlung ist spannend (allerdings zu lang), die Akteure überzeugend. Ein immer unüberschaubarerer Pfad an menschlichen Abgründen und Niedertrachten der immer wieder in drastischen Taten mündet. Nichts für schwache Nerven.

Das Ganze hätte jedoch auch in unter zwei Stunden erzählt werden können. Vielleicht hätte der Plot dann sogar noch mehr Sog entwickelt. So denkt man im letzten Viertel ein ums andere Mal „das auch noch“. Dennoch: ein Auftakt nach Maß! 

Doch ich musste ja unbedingt noch einen zweiten Film buchen…..

 

La fiera y la fiesta [Holy Beasts] (Dominikanische Republik/Argentinien/Mexiko, Regie: Laura Amelia Guzmán, Israel Cárdenas)

Laut Ansager sind die Filmemacher (wie beim ersten Film des Abends) nicht anwesend. Hm. Dann endlose Einblendungen der Produktions-und Verleihfirmen, wiederholt nochmals im Vorspann. Kein gutes Omen.

Die alternde Schauspielerin Vera V. weilt auf Spuren ihrer Vergangenheit, als sie für ein vermutlich letztes Projekt in die Dominikanische Republik reist. Dort wartet Freund und Produzent Victor, mit dem sie ein Skript eines gemeinsamen Freundes Jean-Luis Jorge verfilmen will. Der ist verstorben – wie auch so gut wie jeder andere aus dem Zirkel der Beiden, wie sie sich wehmütig eingestehen müssen. 

Das Projekt gestaltet sich nach anfänglicher Euphorie immer schwieriger. Ob es daran liegt, dass der Streifen, den sie drehen genauso hanebüchen erscheint wie den, den wir gerade sehen ? Dass Vera V. ebenso wenig wie dieser Film weiß, wo sie eigentlich hin will?

(c) Aurora Dominicana

Hier ist viel Wollen aber nicht genug Substanz. Ein Sammelsurium an vermeintlichen Produktions-Querelen, huldvollen Gesprächen über die alten, gemeinsam erlebten Zeiten. Ich komme nicht drum herum: Es ist an der Grenze zu prätentiösem Quark. 

Drehbuch, Inszenierung und Schnitt…alle lassen zu wünschen übrig. Unglaubwürdige Figuren, Logik-Löcher, bedeutungsschwangere, aber nie aufgelöste Montagen. Der Plot verzichtet zusehend auf Plausibilität und die Vermutung kommt auf, dass -wie in der Handlung- der Film für die Macher weitaus wichtiger ist, als er es für das potenzielle Publikum jemals werden wird.

Spätestens ab der Hälfte hofft man bei fast jeder Abblende, dass es bitte doch vorbei sein könnte. Es wird einfach nicht mehr besser. Wir bekommen immerhin mit, dass Geraldine Chaplin für ihr Alter bemerkenswert fit ist. Und der unverwüstliche Udo Kier darf hier und da auch chargieren. Doch bis zum Schluss vergehen diese 90 Minuten deutlich langsamer als die 140 des ersten Filmes dieses ersten Abends.

Fußnote: Im Abspann wird eingeblendet, dass Jean-Luis Jorge keine fiktive Figur ist, sondern ein in seiner dominikanischen Heimat nach wie vor verehrter Filmemacher war. Ob dieser Film seinem Ruf zuträglich ist, darf bezweifelt werden. 

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